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Während der Bau eines Pumpspeicherwerkes nur einen gewissen Zeitraum in Anspruch nimmt, der Errichter geht in diesem Falle von vier bis fünf Jahren aus, muss im Betrieb ja der Strom ständig transportiert werden
Dabei haben wir hier die Besonderheit, dass dieses wunderschöne Tal eben nicht an das deutsche Stromnetz angeschlossen ist. Außerdem ist das Landschaftsschutzgebiet Saalachauen nicht nur rechtlich, sondern auch topographisch ein Nadelöhr. Wie diese Stromtrasse durch die Nonner Au geführt werden soll, also durch das Kurgebiet von Bad Reichenhall das wird sicher so manchen interessieren

Aber es ist absolut undenkbar, dass dort eine fast 100 Meter breite Trasse dafür gerodet werden soll. Ebenso wenig wie Strommasten die eine Höhe von 100 Meter aufweisen!

Studien haben ergeben, dass die Investitionskosten für Freileitungen zwischen 600.000 € und 1,4 Mio € je km liegen

Für eine typische Trasse ohne große Schwierigkeiten rechnet man bei einer Doppelleitung 385/35 Al/St von Gesamtinvestitionskosten von mindestens 850.000 Euro je Kilometer

Bei Erdtrassen liegen die Investitionskosten zwischen 2 und 9 Mio € je km

Wie sieht hier eine Wirtschaftlichkeitsberechnung aus, der nächste Anschluss liegt in Pirach bei Burgkirchen, also mehr als 50km entfernt?

Um sich eine Vorstellung von den Dimensionen einer 380 kV-Leitung machen zu können, haben wir hier folgenden Größenvergleich angestellt: links der aktuell bereits vorhandene Strommast am Nonner Steg, in der Mitte der höchste Kirchturm von Bad Reichenhall vom Münster St. Zeno mit 48m, und rechts ein Beispiel für einen Mast einer 380 kV Leitung in der Mindesthöhe von 80m, wie er für den Stromtransport eines Pumpspeicherwerks nötig wäre.

Und dann noch die Realität!  Derzeit blickt man ungehindert Richtung Müllnerhorn, den vorhandenen Strommasten muss man schon fast suchen.

 

Bild und Grafik: Dr. Betina Dürk

Und das könnte der künftige Blick auf das Müllnerhorn sein.

Grafik: Dr. Friedrich Lederer                    Bild: Dr. Betina Dürk